WB-CCMS — Comprehensive Cable Monitoring System
Energiekabel überwachen, bevor der Schaden entsteht
Kupferdiebstahl, Sabotageakte und Alterungsprozesse gefährden Kabeltrassen entlang von Bahnstrecken und in Energieanlagen. Das WB-CCMS überwacht die elektrischen Werte normbasiert und bewertet die vorhandenen Informationen zusätzlich mittels KI. So werden Anomalien entlang der gesamten Trasse in Echtzeit erkannt.

Techniker vor Ort
Sensorik ohne Kalibrierungsaufwand, klare Alarmierung bei Kommunikationsausfall statt stiller Fehlfunktion, geführte Wartung über den Servicekoffer.
IT-Verantwortliche
Getrennte Rollen von Rohwert-Sensor und geschützter Auswertung, protokollierter Update-Kanal statt Smartphone-App, dokumentierte Angriffsfläche.
Entscheider
Wirtschaftliche Alternative zu Zaun und Bewachung, Einordnung in KRITIS-Dachgesetz und NIS2-Pflichten.
PROBLEMSTELLUNG
Kabeltrassen sind ungeschützte, kilometerlange Angriffsflächen
Buntmetalldiebstahl, gezielte Sabotage und schlicht Verschleiß betreffen dieselbe Infrastruktur — und sehen für einen unbewachten Streckenabschnitt zunächst gleich aus. Ohne Überwachung entlang der gesamten Trasse bleibt der Unterschied oft erst nach Tagen sichtbar.
34 Mio. €
Gesamtschaden durch Kabel- und Metalldiebstahl im Vorjahreszeitraum
mehr siehe „Vandalismusschäden von über 30 Millionen Euro bei der Bahn“
5,5 Mio. €
davon allein durch Buntmetalldiebstahl
mehr siehe „Vandalismusschäden von über 30 Millionen Euro bei der Bahn“
Zaun und Bewachung skalieren nicht. Physischer Objektschutz über hunderte Trassenkilometer ist personal- und kostenintensiv. Kontinuierliche Sensorik entlang der Strecke ist die wirtschaftlich tragfähige Alternative — und wird, wie das Regulatorik-Kapitel unten zeigt, zunehmend auch gesetzlich erwartet.
LÖSUNGSANSATZ
Ein modularer Systemaufbau — vom Basisschutz bis zur KI-gestützten Mustererkennung
WB-CCMS baut auf bewährten WITT-Komponenten (WB-CM3, WB-CM4) auf und erweitert sie um verteilte Sensorik und optionale Analyseverfahren. Die drei Stufen sind unabhängig einsetzbar und schrittweise nachrüstbar.
BASIS
WB-CM7 NG — geschützte Auswerteeinheit
Der elektrische Kern des Systems: eine geschützt untergebrachte Einheit, die Messwerte auswertet und Alarme auslöst. Sie ist bewusst von der Feldsensorik getrennt, sodass ein kompromittierter Sensor keinen Zugriff auf die Auswertelogik erlaubt.
ERWEITERUNG
WB-CSN — bis zu 256 abgesetzte Sensoren
Verteilte Sensorknoten im Abstand von bis zu 300 Metern entlang der Trasse, auf Siliziumbasis ohne bewegte Teile — wartungs- und kalibrationsfrei. Jeder Sensor liefert ausschließlich Rohmesswerte; die Bewertung bleibt zentral bei der WB-CM7 NG.
- Bidirektionale Kommunikation über OpenCAN-Bus mit laufender Watchdog-Funktion
- Alarm bei Kommunikationsausfall — Stille wird nicht als Normalzustand interpretiert
- Sicherheitsausprägung projektabhängig konfigurierbar
OPTION
WB-CM 7 KI-Modul für komplexe Analysefälle
In früher Forschungsphase gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), Dresden. Trainiert wird stufenweise über Reallabor-Partnerschaften mit Energieanlagen-Betreibern.
ARCHITEKTUR & SICHERHEIT
Für IT-Verantwortliche: getrennte Rollen, dokumentierte Update-Wege
Ein Kabelüberwachungssystem ist selbst ein Angriffsziel. WB-CCMS ist so aufgebaut, dass ein einzelner kompromittierter Punkt nicht das Gesamtsystem gefährdet.
Rollentrennung statt Alleskönner-Sensor
Die WB-CSN-Sensoren erfassen ausschließlich Rohwerte und treffen keine eigene sicherheitsrelevante Entscheidung. Bewertung, Alarmlogik und Konfiguration liegen ausschließlich in der geschützt untergebrachten
WB-CM7 NG bzw. WB-CM 7 KI.
Sensor (WB-CSN) → Rohwert only → OpenCAN, bidirektionalAuswertung (WB-CM7 NG) → geschützt untergebracht → Alarmlogik, Konfiguration
Sensor aktiv → Status OKSensor still → Alarm(kein Alarm ≠ Normalzustand wird angenommen)
Watchdog statt Vertrauen auf Stille
Die Verbindung zwischen Sensor und Auswerteeinheit wird laufend überwacht. Fällt die Kommunikation aus, löst das System einen Alarm aus, statt den Ausfall als unauffällig zu werten.
Servicekoffer statt Smartphone-App
Konfiguration und Updates laufen über einen dedizierten, vollständig protokollierten Servicekoffer — eine bewusste Entscheidung gegen ein Smartphone als Update-Kanal, mit Blick auf die Update-Verpflichtungen des Cyber Resilience Act (CRA).
Update-Kanal: Servicekoffer → dediziertes Gerät → vollständig geloggt → CRA-orientierte Auslegung
REGULATORISCHES UMFELD
KRITIS-Dachgesetz und NIS2 machen physischen Schutz zur konkreten Pflicht
Seit dem 5. Dezember 2025 gilt das NIS2-Umsetzungsgesetz, seit dem 16. März 2026 das KRITIS-Dachgesetz [Daten vor Veröffentlichung prüfen]. Beide Regelwerke rücken auch die physische Sicherheit von Energie- und Bahnstrominfrastruktur in den Fokus.
| Gesetzesstelle | Titel | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| KRITIS-DachG § 12 | Pflicht zur Risikoanalyse | Betreiber kritischer Anlagen müssen Risiken für ihre Infrastruktur systematisch bewerten — physische Angriffe auf Kabeltrassen eingeschlossen. |
| KRITIS-DachG § 13 | Physischer Schutz | Objektschutz, Zugangskontrollen und Überwachung werden explizit als Schutzmaßnahmen benannt. |
| KRITIS-DachG § 18 / NIS2UmsuCG § 32 | Kurze Meldefristen | Meldepflichten von 24 Stunden bis zu einem Monat nach Vorfall verlangen belastbare, zeitnahe Daten. |
Ob und in welchem Umfang eine konkrete Anlage unter das KRITIS-Dachgesetz oder die NIS2-Schwellenwerte fällt, ist einzelfallabhängig und derzeit teils noch an ausstehende Verordnungen gebunden. Wir ordnen das gemeinsam mit Ihnen für Ihre konkrete Anlage ein.
ÜBER UNS
Bahnstromerfahrung seit 1972
WITT Solutions entwickelt WB-CCMS gemeinsam mit Betreibern, Industriepartnern und dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), Dresden [Partnernennung vor Veröffentlichung freigeben lassen]. Das System baut auf bestehenden WITT-Produkten auf und wird um neu entwickelte Komponenten ergänzt.
- 1972: Gründung von WITT Solutions.
- 1982: Seitdem Lieferant für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV).
- Heute: Entwicklung von Bahnstrom 4.0 Komponenten und Systemlösungen
Fraunhofer IIS, Dresden
Forschungspartner für das KI-Modul und dessen stufenweises Training.
Energieanlagen-Betreiber
Reallabor-Partnerschaften liefern Trainings- und Validierungsdaten aus dem laufenden Betrieb.
Industriepartner
Gemeinsame Weiterentwicklung von Standardkomponenten und Systemintegration.
Sprechen wir über Ihre Anlage
Diese Seite zeigt den Ansatz — welche Konfiguration, welche Sicherheitsausprägung und welche regulatorische Einordnung zu Ihrer konkreten Trasse passt, klären wir im direkten Gespräch.
WITT Solutions — Bahnstrom 4.0