Wie ein Infrastrukturbetreiber mit dem mobilen SMM-200 die Setzung von Gleisschwellen bei laufendem Zugverkehr misst, statt sich auf die Sichtprüfung zu verlassen.

Zusammenfassung
Ob sich ein Schotterbett unter Verkehrslast setzt oder eine Schwelle Hohllage aufweist, lässt sich von Auge kaum verlässlich beurteilen. Ein Infrastrukturbetreiber hat daher zur Qualitätssicherung nach Gleisbau- bzw. Stopfarbeiten sowie zur gezielten Kontrolle auffälliger Streckenabschnitte auf das mobile WITT SMM-200 gesetzt: ein akkubetriebenes Setzungs-Messgerät, das mit bis zu 5 Sensoren direkt an den zu prüfenden Schwellen positioniert wird und bei realer Zugüberfahrt automatisch auslöst – ohne Betriebsunterbrechung und ohne feste Installation am Gleis.
Aufgaben
- Die tatsächliche Setzung bzw. Hohllage von Gleisschwellen bei realer Zugüberfahrt objektiv und wiederholbar ermitteln, statt sich auf Sichtprüfung zu verlassen
- Ein mobiles Gerät einsetzen, das sich ohne feste Installation und ohne Betriebsunterbrechung flexibel an wechselnden Messpositionen einsetzen lässt
- Mehrere Schwellen bzw. Messpositionen in einem Durchgang erfassen, um Vergleichswerte für die Bewertung zu erhalten
- Die Messergebnisse für die weitere Auswertung und Dokumentation strukturiert sichern
Beschreibung des Projektes
Der Betreiber setzt das WITT SMM-200 mobil an ausgewählten Gleisabschnitten ein, etwa zur Abnahme nach Stopfarbeiten oder zur gezielten Kontrolle von Streckenabschnitten mit erhöhtem Instandhaltungsbedarf. Dazu werden bis zu 5 hochgenaue Wegsensoren mittels Meißel und Schnellspannstativ direkt an den zu prüfenden Schwellen positioniert; ein Sensor detektiert die Zugüberfahrt automatisch und löst die Messung aus. Über eine Messdauer von 20 Sekunden je Überfahrt erfasst das Gerät mit einer Abtastrate von 1 kHz die maximale Setzung jeder angeschlossenen Schwelle und zeigt das Ergebnis direkt im Display an.
Da das Gerät akkubetrieben ist (Betriebszeit > 8 h) und ohne feste Installation auskommt, lässt es sich innerhalb kurzer Zeit an einer neuen Messposition aufbauen – ein Vorteil, wenn an einem Tag mehrere Streckenabschnitte geprüft werden sollen. Alle Messwerte werden geräteintern gespeichert und lassen sich per USB auslesen; die Auswertung und Visualisierung erfolgt über das mitgelieferte NI-DIAdem-PlugIn, sodass sich Ergebnisse über mehrere Messtermine hinweg vergleichen lassen.
Ergebnisse/Nutzen
- Objektive Qualitätssicherung: Belastbare Messwerte statt Sichtprüfung – etwa zur Abnahme nach Stopfarbeiten oder zum Vorher-/Nachher-Vergleich
- Messung unter realer Last: Erfassung bei tatsächlicher Zugüberfahrt, ohne Betriebsunterbrechung
- Flexibler Einsatz: Mobile Montage ohne feste Installation, dadurch mehrere Messpositionen an einem Tag möglich
- Vergleichbare Ergebnisse: Bis zu 5 Schwellen je Messung, strukturierte Speicherung und Auswertung über mehrere Messtermine hinweg