Bei elektrisch betriebenen Bahnen muss der Strom über einen Rückleiter wieder zurück zur Quelle geführt werden. Dies geschieht über die Schienen und gegebenenfalls spezielle Rückleiterkabel und das letzte Stück zum Unterwerk über dedizierte Kabel.

Anlagenabhängig sind vier oder acht parallele Rückleiter angeschlossen und jeweils über einen Shunt mit der Sammelschiene verbunden. An diesen Shunts entstehen Spannungspotentiale, die sich innerhalb eines festgelegten Mess- und Kalibrierungsbereiches bewegen müssen.

Der elektrische Strom durch zwei parallele Widerstände gleicher Größe ist gleich. Für die Rückleitungsverstärkung wird stets ein Leiterpaar gleicher Länge (Paralleler Rückleiter, kurz: PRL) und damit gleichen Widerstandes verwendet.

Jeder Strom durch den PRL muss sich gleich zwischen den beiden Leitern aufteilen. Folglich ist die Differenz dieser Ströme gleich Null.

Wird einer der beiden Rückleiter beschädigt oder durchtrennt ändert sich sein Widerstand, damit auch der Strom und letztlich die Differenz der beiden Ströme.

Diesen Effekt macht sich RLÜ zunutze um eine Überwachung der Rückleitungsverstärkung realisieren zu können.

Dadurch lassen sich Kontaktierungsschäden, Korrosionseffekte und Beschädigungen, ob durch versuchten Diebstahl oder durch Bauarbeiten ausgelöst, sofort erkennen.

Eine detaillierte Beschreibung ist in dem Konzeptpapier enthalten: